Da durch eine Steinschlagreparatur nur ein Bruchteil der Kosten gegenüber dem Austausch der Windschutzscheibe entsteht, haben sich die Versicherungen dazu entschlossen, Steinschlagreparaturen komplett zu bezahlen. D.h., Ihre Versicherung übernimmt den gesamten Kostenbetrag komplett, trotz vereinbarter Selbstbeteiligung in der Teilkasko-Versicherung.

Da Front- und Heckscheiben im heutigen Automobilbau als tragende Bestandteile der Fahrzeugkonstruktion wirken, beeinträchtigt ein Riss unweigerlich die Scheibe in ihrer Festigkeit und damit Ihre Sicherheit. Die Scheibe muss unverzüglich gewechselt werden.

Ein Glasschaden an Ihrem Fahrzeug wird von Ihrer Teilkasko-Versicherung übernommen. Da diese Versicherungsart nicht der Schadensfreiheitsrabattregelung unterliegt müssen Sie auch nicht mit negativen Auswirkungen in Form einer Beitragserhöhung rechnen.

Ein Austausch der Windschutzscheibe ist in der Regel mit Anwendung eines Selbstbehaltes durch eine umfassende Versicherung (Kasko) gedeckt. In der Regel hat der Windschutzscheibentausch keine Auswirkungen auf den Versicherungsbonus.

Handelt es sich um Steinschlagschäden oder einen Sprung in der Windschutzscheibe, dann decken Sie diesen Bereich mit einem Klebestreifen ab, um das Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz zu verhindern, um Folgeschäden zu vermeiden.

Sollte Ihre Seiten- oder Heckscheibe betroffen sein, wird das in der Regel hier verwendete Einscheibensicherheitsglas höchstwahrscheinlich in viele kleine Stücke zerbrochen sein.

Die Windschutzscheiben-Reparatur kann je nach Ihrem Versicherungsvertrag (Kasko) oft kostenfrei erfolgen. In der Regel hat eine Windschutzscheiben-Reparatur keine Auswirkungen auf Ihren Versicherungsbonus.

Ein Unfallgutachten ist immer dann erforderlich, wenn ein Totalschaden vorliegt oder die Bagatellschadensgrenze überschritten ist.

In einem Haftpflichtfall haben Sie also beim Vorliegen einer dieser Voraussetzungen immer Anspruch auf die Erstattung eines Gutachtens durch einen Sachverständigen Ihrer Wahl. Nur in einem Gutachten werden unabhängig und neutral Beweise gesichert. Darüber hinaus werden die Schadenhöhe, der Reparaturweg, die Reparaturdauer, der Wiederbeschaffungswert, die Wiederbeschaffungsdauer, der Restwert, der Nutzungsausfall, eine etwaige merkantile Wertminderung ermittelt und mögliche Notreparaturen aufgezeigt.

Die Erstellung eines Kostenvoranschlages genügt in der Regel bei kleineren Schäden, den sogenannten Bagatellschäden. Hier werden jedoch nur die voraussichtlichen Reparaturkosten und deren Dauer ermittelt. Eine Beweissicherung und weitere Ansprüche werden nicht beziffert.

Als Bagatellschaden bezeichnet man Schäden, deren voraussichtliche Reparaturkosten weniger als 700.- Euro betragen.

Hier ist in der Regel zur Bezifferung des Schadens ein sogenannter Kostenvoranschlag ausreichend. Auf die Erstattung eines Gutachtens wird aus Kostengründen abgeraten. Ein Bagatellschaden kann also ein zerbrochenes Blinkerglas, eine verkratzte Stoßstange, eventuell auch eine kleine Deformationen sein. Der Bagatellschaden muss von außen ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln zugänglich und für den Laien erkennbar sein. Da solche Feststellungen für Sie als Laie nicht immer möglich sind, bieten wir eine völlig unverbindliche Besichtigung Ihres Fahrzeuges an.

Bedenken Sie bitte auch, dass sich hinter Kunststoffanbauteilen oder Karosserieteilen möglicherweise weitere Schäden verbergen könnten, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Bei der unverbindlichen Besichtigung besprechen wir mit Ihnen, die für Sie günstigste weitere Vorgehensweise.

Bei einem unverschuldeten Unfall oder Schaden an Ihrem Fahrzeug, also im Haftpflichtfall, bestimmt allein der Geschädigte, welcher Sachverständige den Schaden begutachtet.

Bei Kaskoschäden, also selbst verschuldete Schäden, bei denen die eigene Versicherung aufkommen muss, darf die Versicherung einen eigenen Sachverständigen beauftragen. Nach Absprache mit der Versicherung ist es aber auch im Kaskofall möglich, selbst einen Sachverständigen zu beauftragen.

In einem Haftpflichtschaden, also bei einem unverschuldeten Unfall oder Schaden an ihrem Fahrzeug, muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers die Kosten für die Erstellung des Gutachtens übernehmen. Darüber hinaus kann es notwendig sein, einen Rechtsbeistand mit der Durchsetzung Ihrer Forderungen zu beauftragen. Die Kosten für den Rechtsanwalt muss im Haftpflichtfall auch die gegnerische Versicherung übernehmen.

Wenn die geschätzten Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert des Kraftfahrzeuges übersteigen, spricht man von einem Totalschaden. Ist eine Reparatur des Fahrzeuges technisch möglich jedoch wirtschaftlich nicht sinnvoll, so spricht man von einem wirtschaftlichen Totalschaden. Dies wird angenommen, wenn die Reparaturkosten mehr als 130% des Wiederbeschaffungswertes betragen. Beim technischen Totalschaden lässt sich der PKW überhaupt nicht mehr reparieren.

Im Totalschadenfall kann der Geschädigte im Wege der fiktiven Schadensabrechnung allerdings nur den Wiederbeschaffungsaufwand, also die Differenz zwischen dem Netto-Wiederbeschaffungswert und dem Restwert ersetzt verlangen. Repariert der Geschädigte sein Fahrzeug aber tatsächlich, kann ein höherer Anspruch geltend gemacht werden.

Grundsätzlich dürfen die Aufwendungen für eine Reparatur nicht unverhältnismäßig sein. Die Verhältnismäßigkeit einer Reparatur oder die Reparaturwürdigkeit ist immer dann noch gerade gegeben, wenn die Reparaturkosten 130% des Wiederbeschaffungswertes nicht übersteigen und der Geschädigte das Fahrzeug tatsächlich weiterhin für mindestens sechs Monate nutzt.

Ein Kraftfahrzeug gilt dann als nicht mehr fahrbereit, wenn es nicht mehr aus eigener Kraft und/oder auf eigenen Achsen bewegt werden kann. Ein nicht fahrbereites Fahrzeug muss aber nicht zwangsläufig auch verkehrsunsicher sein. Im Umkehrschluss kann aber auch ein fahrbereites Fahrzeug als verkehrsunsicher eingestuft werden. Mängel, die eine unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellen, können auch scheinbar völlig harmlose Anstoßstellen sein. Lassen Sie deshalb auch nach einem harmlos aussehenden Bagatellschaden ihr Fahrzeug von einem Fachmann eingehend prüfen.

Mit diesem Service können Sie Zeit sparen. Daher müssen Sie lediglich bei der Fahrzeugschlüssel Übergabe vor und nach der Montage für einen kurzen Augenblick anwesend sein. Während der Montage dürfen Sie dem geschulten Monteur gerne über die Schulter schauen oder Sie nutzen die Zeit um andere Dinge zu erledigen.

Für das Aufziehen von Winterreifen ist in der Straßenverkehrsordnung kein eindeutig definierter Zeitpunkt vorgeschrieben. Autofahrer sind verpflichtet, bei schlechten Witterungsverhältnissen wie Schnee, Glatteis und Reifglätte mit Winter-reifen zu fahren. Falls die Polizei bei Kontrollen feststellt, dass Autofahrer mit Sommerreifen fahren, werden mindestens 40,00 EURO Bußgeld fällig. Außerdem verlieren Autofahrer unter Umständen den Vollkasko-Schutz ihrer Kfz-Versicherung, sollte es zu Unfällen mit Sommerreifen kommen. Deshalb raten wir dazu, im Winter generell geeignete Winterreifen für Ihren PKW aufzuziehen.

Winterreifen sind im Winter Pflicht, Sommerreifen im Sommer leider nicht. In ausführlichen Fahrtests wurde festgestellt, das Winterreifen im Sommer einen viel längeren Bremsweg haben, was ein erhöhtes Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr darstellt. Aufgrund des weicheren Gummigemisches besitzen Winterreifen bei hohen Temperaturen einen höheren Abrieb als Sommerreifen. Auf trockenen Straßen wird eine höhere Reibung erzeugt, was zu einem erhöhten Benzinverbrauch führt. Deshalb empfehlen wir nach Ostern Sommerreifen aufzuziehen und Ihre teuren Winterreifen für den kommenden Winter zu schonen.